Cocktails

Werden Sie zum Chef hinter der Bar

Sie mixen und shaken, komponieren und individualisieren – einzelne schaffen es sogar zur Legende zu werden, wie Charles Schuhmann – die Barkeeper. Hier werden Sie von Profis in die Geheimnisse und Handgriffe eingeführt und lernen, wie man aus einzelnen Zutaten köstliche und farbenfrohe Cocktails mixt. Weiterlesen

Anfänge im 18. Jahrhundert

Der Begriff „Cocktail“ bedeutet auf Deutsch übersetzt „Hahnenschwanz“ und tauchte zum ersten Mal um 1800 herum in England und Nordamerika auf. Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung des Begriffs ist die Ausgabe vom 20. März 1798 der Londoner Zeitung „Morning Post and Gazetteer“, 1803 erschien das Wort auch erstmals in einer Quelle in den USA. Drei Jahre später definierte eine New Yorker Zeitung die Cocktails als „stimulierendes Getränk aus Spirituosen aller Art, Zucker, Wasser und Bitters.“ Zur damaligen Zeit waren die sogenannten „Slings“ ein bereits weit verbreitetes Mixgetränk, bei dem Spirituosen mit Wasser verdünnt und mit Zucker gesüßt wurden. Die mit Bitters gewürzten Slings wurden als Cocktail bezeichnet.

Genauer Ursprung unklar

Diese schnellen und stark alkoholischen Drinks wurden in den USA üblicherweise schon früh am Morgen zu sich genommen und wirkten belebend. Wer und wieso die Bezeichnung Cocktail für das Getränk einführte, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Da die damaligen, originalen Cocktails keineswegs so bunt wie die heutigen waren, kann der Name nichts mit den Farben eines Hahnenschwanzes zu tun haben. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass es aufgrund der frühen Uhrzeit der Einnahme zur Bezeichnung „Cocktail“ kam, weil das Getränk dem Weckruf eines Hahns gleichkam. Weitere Theorien besagen, dass die Gewinner von Hahnenkämpfen dem besiegten Hahn eine Feder entnahmen und ins Glas steckten oder die ersten Cocktails aus einem Hahn aus Keramik gezapft wurden.

Goldene Zeit der Cocktails

Der französische Apotheker Antoine Peychaud ließ sich 1795 in New Orleans nieder und soll Mixgetränke aus Cognac, Wasser, Zucker und einem selbst hergestellten Bitters in Eierbechern serviert haben. Diese Becher heißen auf französisch „coquetier“, eine Verballhornung im Englischen könnte zu „Cocktail“ geführt haben. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts in Nordamerika gilt als Hochzeit der Cocktails. In der amerikanischen Gastronomie wurden Essen und Trinken getrennt und in den Saloons und Bars kam der Berufsstand der Barkeeper auf. Klassiker wie der Martini oder der Manhatten-Cocktail entstanden um 1850. Die heute populären Cocktails wie Pina Colada oder Tequila Sunrise wurden jedoch erst im 20. Jahrhundert erfunden.